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A bis Z: Allrounder bis Zwergenhaus

Jahrespräsentation - 39 Projekte, 220 Freiwillige und 9.100 Stunden ehrenamtliches Engagement

„Tu Gutes und rede darüber“ - so lautet der Titel eines Buches von Graf Zedtwitz-Arnim aus dem Jahr 1961 und so begann auch die Rede des Zweiten Bürgermeisters der Stadt Rosenheim, Anton Heindl, die er anlässlich der Präsentation der Freiwilligenagenturen hielt. In Rosenheim engagieren sich mehrere tausend Menschen in ihrer Freizeit ehrenamtlich und leisten ihren Beitrag für eine bessere Gesellschaft im Sport, in der Musik oder in einer der drei Freiwilligenagenturen.

Der Arbeit dieser Einrichtungen, die freiwilliges Engagement fördern, gibt die Stadt Rosenheim laut Heindl einen großen Stellenwert. Daher habe man auch im Grassauer Workshop „Rosenheim 2025“ des Stadtrats angeregt, die Projekte der „Soziale Stadt“ mit den Freiwilligenagenturen auch nach Auslaufen der Förderung weiterzuführen.

Die Präsentation der Freiwilligenagenturen West, Nord und Ost im „Bürgerhaus E-Werk-Stüberl“ informierte die Öffentlichkeit über die zahlreichen sozialen Projekte. Gemeinsam mit Ehrenamtlichen, Stadträten, Vertretern der Sozialen Stadt und vielen Interessierten blickten die Agentur-Leiterinnen Judith Klinger (West/Startklar Jugendhilfe), Marianne Guggenbichler (Nord/Kinderschutzbund) und Andrea Dörries (Ost/Diakonie) auf das vergangene Jahr zurück. In 39 Projekten engagierten sich etwa 220 Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich und leisteten dabei ca. 9.100 Stunden. Die Projekte von A wie Allrounder bis Z wie Zwergenhaus sind so unterschiedlich, wie die Menschen, die sie durchführen.

Im Rahmen der Veranstaltung kamen auch einige Freiwillige selbst zu Wort: Marianne Partenhauser berichtete über ihre Tätigkeit als Bildungspatin. Sie traf sich dafür ein Schuljahr lang einmal pro Woche mit einer Grundschülerin, die es in der Schule schwer hatte. Die Bildungspatin half bei den Hausaufgaben, beim Lernen und schenkte Zeit zum Reden. Sowohl Marianne  Partenhauser als auch die junge Schülerin hatten viel Spaß daran und die Schulnoten des Mädchens besserten sich.

Die Freiwilligenagenturen unterstützen fortlaufend auch andere Einrichtungen und Vereine bei der Suche nach ehrenamtlichen Helfern. Daher stellte Peter Kaiser von der Christengemeinde Neues Leben Inntal e.V. die „Leibspeise“ in Happing vor, die ab Mitte Februar 2012 ausgebaut werden soll. Mehrmals in der Woche sollen dann in der Traberhofstraße 12 Lebensmittel an Bedürftige ausgeteilt werden, insgesamt etwa 50 Tonnen pro Jahr. Für diese große Aufgabe sucht der Verein noch freiwillige Helferinnen und Helfer.

Die Präsentation der Freiwilligenagenturen wurde beendet durch eine Jeet-Kune-Do-Kampfsportvorführung. Viermal pro Woche engagiert sich der ehrenamtliche Trainer Nico Ljosaj im Programm „Familien in Bewegung“ und bringt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Grundlagen der Selbstverteidigung und der Kampfkunst bei. Insgesamt hat er dabei etwa 400 Schüler betreut, die mal kürzer und mal länger dabei blieben. Neben der körperlichen Fitness und Fähigkeit zur Selbstverteidigung werden die Disziplin geschult und das Selbstvertrauen gestärkt.

Für das Jahr 2012 planen die Freiwilligenagenturen den Ausbau und die fachliche Begleitung der bestehenden Projekte und die Vermittlung von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Außerdem sollen weiterhin Fortbildungen für Freiwillige und mit Freiwilligen Beschäftigte angeboten werden. Die Agenturen hoffen auch auf neue Ideen der Freiwilligen, um mit ihnen gemeinsam neue, interessante Projekte auf den Weg zu bringen.